Xojo – Ein Erfahrungsbericht

Was ist Xojo?

Xojo ist eine Entwicklungsumgebung, die ihren Ursprung in Real Basic hat. Man kann das Werkzeug unter macOS, Windows und Linux einsetzen, um mobile Apps, Apps für den Desktop und Web–Apps (auch für die Cloud) zu entwickeln.

Es gibt eine sehr leistungsfähige Oberfläche, auf der man die visuelle Benutzerschnittstelle einer App sehr einfach mit „Drag und Drop“ entwickeln kann. Es steht eine große Menge von Bedienungselementen (Controls) zur Verfügung, die man auf diese Art platzieren kann. Zusätzliche eigene Controls können sehr leicht aus bestehenden erstellt werden.

Objektorientierte Programmierung wird in einer Basic–ähnlichen Programmiersprache zur Verfügung gestellt. Die Sprache ist sehr stark an die Basic–Varianten von Microsoft (Visual Basic) angelehnt. Allerdings bietet sie den großen Vorteil, für alle Zielsysteme zur Verfügung zu stehen. Die Zahl der Zielsysteme ist groß: iOS, Web (Cloud), Raspberry Pi, Windows, macOS und Linux.

Warum Xojo?

Xojo ist sehr leicht erlernbar und bietet eine sehr komfortable Entwicklungsumgebung. Apps können sehr leicht an die verschiedenen Zielsysteme angepasst werden. Das macht sie sehr gut wartbar. Änderungen und Erweiterungen bestehen meistens sofort oder mit geringen Anpassungen für alle Zielsysteme zur Verfügung.

Mit Xojo erstellte Apps können sehr komfortabel an verschiedene Benutzersprachen angepasst werden. Damit steht mit relativ geringem Aufwand schnell ein sehr großer Kundenkreis zur Verfügung.

Es steht eine sehr umfangreiche Dokumentation zur Verfügung, in der auch Seminare für Anfänger enthalten sind. Allerdings ist das meiste der Dokumentation nur in englischer Sprache vorhanden.

Besonders zu erwähnen ist das Forum, in dem eine sehr große Gemeinschaft sich gegenseitig hilft und Probleme sehr schnell löst. Ein Teil der Foren steht auch in deutscher Sprache zur Verfügung.

Es gibt eine große Anzahl an Erweiterungen von privaten und kommerziellen Fremdherstellern, die größtenteils sehr leistungsfähige Pakete zur Verfügung stellen.

Was kostet Xojo?

Man kann Xojo vor dem Kauf kostenlos ohne zeitliche Einschränkung nutzen. Lediglich das Erstellen fertiger Apps ist eingeschränkt. Die Kosten beginnen bei 99 $ für eine Lite-Version für ein einzelnes Zielsystem und gehen über 299 $ für die volle Unterstützung eines Zielsystem bis hin zu 699 $ für den kompletten Leistungsumfang. Es steht eine Version mit erweiterter Unterstützung und anderen Vorteilen für 1.999 $ zur Verfügung. Die Version zur Entwicklung von Programmen für den Raspberry Pi ist kostenlos. Wenn man also Apps für macOS und Windows entwickeln möchte, ist man gleich 598 $ los oder man kauft sich gleich die komplette Unterstützung für 699 $.

Das ist nicht ganz günstig, ist aber in Anbetracht der Leistungsfähigkeit der Entwicklungsumgebung durchaus angemessen. Eine Lizenz beinhaltet alle Aktualisierungen für ein Jahr. Nach diesem Zeitraum kann man eine Verlängerung für ein oder zwei Jahre zu einem vergünstigten Preis erwerben. Ein Umstieg auf einen anderen Leistungsumfang ist jederzeit möglich.

Fazit

Wenn man schnell und relativ kostengünstig Apps entwickeln möchte, kommt man um Xojo fast nicht herum.

xojo.com

 

Luminar AI

Neuer Himmel ganz einfach

Vor wenigen Tagen habe ich Luminar AI in die Hand bekommen. Luminar ist mir schon lange als leistungsfähiges und extrem einfach zu bedienendes Bildbearbeitungsprogramm bekannt. Dementsprechend gespannt war ich auf diese Neuankündigung. Ich bin immer ein wenig skeptisch, wenn von AI (Artifical Intelligence = Künstliche Intelligenz) die Rede ist. Aber schon beim ersten Ausprobieren kam der Wow-Effekt.

Ich nahm also eines meiner uralten Bilder und probierte die Funktion zum Austauschen des Himmels aus. Ich fand nämlich, der Himmel des Originals war irgendwie langweilig. Es dauerte keine zwei Minuten und das Bild hatte nach etwas Ausprobieren einen dramatischen Himmel bekommen.

Zur Vorgehensweise

Nachdem ich mich mit der etwas gewöhnungsbedürftigen neuen Bedienoberfläche etwas vertraut gemacht hatte, fand ich relativ schnell die Funktion zum Austauschen des Himmels im Bereich Kreativ. Dort im Bereich Himmel unter Himmelsaustausch schnell alle Himmel durchprobiert und den ausgewählt, der mir am meisten gefallen hat. In meinem Fall war das Dramatic Sunset 4. Ganz erstaunlich finde ich, dass Lumina AI auch die Zwischenräume zwischen den Trägern der Brücke korrekt mit Himmel ausfüllt. Mit den einzelnen Reglern kann man sehr gut zusätzliche Feineinstellungen vornehmen. Zum Beispiel kann man sehr gut die Position des ganzen Himmels verschieben, etwa so, dass die Sonne zwischen Türmen des Kölner Doms leuchtet.

Das Ergebnis

Oben das Original mit dem etwas langweiligen Himmel und unten das Ergebnis nach weniger als 2 Minuten Arbeit.

Kölner Dom und Hohenzollernbrücke – Original
Kölner Dom und Hohenzollernbrücke – Dramatischer Sonenuntergang 4

Ich werde Luminar AI noch weiter testen und mit anderen Bildbearbeitungsprogrammen vergleichen und meine Ergebnisse hier publizieren.

Bildschirmauflösungen

Falls ihr schon immer einmal wissen wolltet, welche Bildschirmauflösungen es gibt, hier einmal eine (hoffentlich vollständige) Auflistung.

Herunterladen könnt ihr das hier als Excel-Arbeitsblatt: Bildschirmauflösungen.

VESA Bezeichnung X Y Pixel Mega- pixel Seiten- verhältnis
4K UHD 4k Ultra High Definition 3.840 2.160 8.294.400 8 16:9
5k UHD+ 5k Ultra High Definition Plus 5.120 2.880 14.745.600 14 16:9
8K UHD 8k Ultra High Definition 7.680 4.320 33.177.600 32 16:9
16K QUHD 16k Quad Ultra High Definition 15.360 8.640 132.710.400 127 16:9
DVGA Double Video Graphics Array 960 640 614.400 1 3:2
Full HD Full High Definition 1.920 1.080 2.073.600 2 16:9
FWVGA Full Wide Video Graphics Array 854 480 409.920 16:9
HD High Definition 1.280 720 921.600 1 16:9
HQVGA Half Quarter Video Graphics Array 240 160 38.400 4:3
HSXGA Hex Super Extended Graphics Array 5.120 4.096 20.971.520 20 16:9
HUXGA Hex Ultra Extended Graphics Array 6.400 4.800 30.720.000 29 4:3
HVGA Half Video Graphics Array 480 320 153.600 4:3
HXGA Hex Extended Graphics Array 4.096 3.072 12.582.912 12 4:3
QVGA Quarter Video Graphics Array 320 240 76.800 4:3
QQVGA Quarter Quarter Video Graphics Array 160 120 19.200 4:3
QSXGA Quad Super Extended Graphics Array 2.560 2.048 5.242.880 5 5:4
QUXGA Quad Ultra Extended Graphics Array 3.200 2.400 7.680.000 7 4:3
QWXGA Quad Wide Extended Graphics Array 2.048 1.152 2.359.296 2 16:9
QXGA Quad Extended Graphics Array 2.048 1.536 3.145.728 3 4:3
SD+ Standard Definition Plus 1.280 720 921.600 1 16:9
SVGA Super Video Graphics Array 800 600 480.000 4:3
SXGA Super Extended Graphics Array 1.280 1.024 1.310.720 1 5:4
SXGA+ Super Extended Graphics Array Plus 1.400 1.050 1.470.000 1 5:4
UWXGA Ultra Wide Extended Graphics Array 1.600 768 1.228.800 1
UXGA Ultra Extended Graphics Array 1.600 1.200 1.920.000 2 4:3
VGA Video Graphics Array 640 480 307.200 4:3
WHSXGA Wide Hex Super Extended Graphics Array 6.400 4.096 26.214.400 25 25:16
WHUXGA Wide Hex Ultra Extended Graphics Array 7.680 4.800 36.864.000 35 16:10
WHXGA Wide Hex Extended Graphics Array 5.120 3.200 16.384.000 16 16:10
WQHD Wide Quad High Definition 2.560 1.440 3.686.400 4 16:9
WQUXGA Wide Quad Ultra Extended Graphics Array 3.840 2.400 9.216.000 9 16:10
WQXGA Wide Quad extended Graphics Array 2.560 1.600 4.096.000 4 16:10
WSVGA Wide Super Video Graphics Array 1.024 576 589.824 1 16:9
WSVGA Wide Super Video Graphics Array 1.024 600 614.400 1 16:9
WSUXGA Wide Super Ultra Extended Graphics Array 2.560 1.440 3.686.400 4 16:9
WSUXGA+ Wide Super Ultra Extended Graphics Array Plus 2.560 1.600 4.096.000 4 16:9
WSXGA Wide Super Extended Graphics Array 1.600 900 1.440.000 1 16:9
WQXGA Wide Quad Extended Graphics Array 1.440 900 1.296.000 1 16:9
WSXGA+ Widescreen Super Extended Graphics Array Plus 1.680 1.050 1.764.000 2 16:10
WQXGA Wide Quad Extended Graphics Array 2.560 1.600 4.096.000 4 16:9
WQXGA+ Wide Quad Extended Graphics Array Plus 3.200 1.800 5.760.000 5 16:9
WQSXGA Wide Quad Super Extended Graphics Array 3.200 2.048 6.553.600 6 25:16
WQUXGA Wide Quad Ultra Extended Graphics Array 3.840 2.400 9.216.000 9 16:10
WUXGA Wide Ultra Extended Graphics Array 1.920 1.200 2.304.000 2 16:10
WVGA Wide Video Graphics Array 768 480 368.640 10:6
WSVGA Wide Super Video Graphics Array 1.024 576 589.824 1 16:9
WSVGA Wide Super Video Graphics Array 1.024 600 614.400 1 15:9
WXGA Wide Extended Graphics Array 1.280 800 1.024.000 1 16:10
WXGA HD Wide Extended Graphics Array High Definition 1.366 768 1.049.088 1 16:10
WXGA+ Wide Extended Graphics Array Plus 1.440 900 1.296.000 1 16:10
WXGA++ Wide Extended Graphics Array Plus Plus 1.600 900 1.440.000 1 16:9
XGA Extended Graphics Array 1.024 768 786.432 1 4:3

Akkutausch bei einem MacBook Pro

13″-MacBook Pro mit Touch Bar (Ende 2016)

Der Akku meines MacBook Pro zeigte weniger als ⅔ der ursprünglichen Leistung. Also musste ein neuer Akku her. Der Akkutausch beim Hersteller Apple ist extrem teuer. Deshalb habe ich mich entschlossen, einen neuen Akku zu kaufen und ihn selbst einzubauen.

Da ich den Nachbauten aus Fernost nicht so recht traue, wenn es um ein so hochwertiges Gerät wie mein MacBook geht, habe ich mich entschlossen, einen Originalakku bei diesem Anbieter zu kaufen. Der Preis war mit rund 130€ inkl. Versand für mein Gefühl ok. Es dauerte rund 5 Tage, bis der neue Akku aus GB hier ankam. Zwei Schraubendreher (T5 und T4) waren beigelegt. Allerdings braucht man noch einen in der Größe T3. Den findet man bei eBay oder Amazon.

Im Nachhinein finde ich es ein wenig merkwürdig, dass dieser Anbieter nur bei eBay zu finden ist. Aber ich will mir jetzt nicht viele Gedanken darüber machen, weil ja alles gut gelaufen ist.

Der Einbau

Wenn es ums Basteln an hochwertiger Elektronik geht, ist meine erste Adresse immer iFixit. Auch dieses Mal wurde ich dort fündig. Es gibt dort eine fantastische Anleitung. Allerdings wirkt sie mit insgesamt 85 Schritten und einem als schwierig beschriebenen Arbeitsaufwand von 1 bis 3 Stunden schon etwas abschreckend.

Es geht auch schneller

In den Kommentaren fiel mir auf, dass man einige Schritte auslassen kann. Leider sind die meisten dieser Kommentare auf Englisch. Deshalb hier ein paar Anmerkungen dazu:

Tatsächlich kann man sich mit etwas Vorsicht die Schritte 24 bis 63 sparen.

Kabel der Akku-Platine

Man kann das Kabel der Akku-Platine auch entfernen, ohne dass das Mainboard ausgebaut ist. Am einfachsten ist es, wenn man zuerst den rechten Teil des Kabels entfernt beziehungsweise später beim Einbau einfügt. Dann muss man auch nicht das kleine Kunststoffstückchen ausbrechen, wie es von einem Kommentator beschrieben wurde. Das ganze ist etwas fummelig, aber mit etwas Geschick kriegt man das hin.

Akku ausbauen

Am schwierigsten empfand ich das Lösen der Verklebung des Akkus. Man kann dazu langsam aber kräftig Plastikkarten unterschieben, die die einzelnen Akkuteile leicht nach oben drücken. Wenn man dann einige Zeit wartet, hat sich der Akku ein wenig gelöst und man kann die Plastikkarte etwas nachschieben. Das wiederholt man einfach, bis der ganze Akku gelöst ist. Diese Vorgehensweise erfordert etwas Geduld, bietet aber den Vorteil, dass man nicht mit Lösungsmittel arbeiten muss und die oben beschriebenen Arbeitsschritte einspart.

Die Klebstoffreste kann man sehr gut mit Hilfe von Wattestäbchen mit etwas Brennspiritus (gibt’s im Drogeriemarkt) anlösen und entfernen, ohne dass man Gefahr läuft, durch Aceton Kunststoffteile zu beschädigen.

Der Akkustecker (Schritt 15)

Den Akkustromstecker braucht man nur leicht anzuheben, um die Stromversorgung zu unterbrechen. Zur Sicherheit dann ein kleines Stück Tesafilm unterkleben.

Ich war zuerst etwas verwirrt, weil ich das Ding beim besten Willen nicht heraus bekam. Tatsächlich handelt es sich auch gar nicht um einen Stecker, sondern nur um eine Kontaktplatte, die mit der Befestigungsschraube angedrückt wird und so den Kontakt zum Akku herstellt. Also nicht wie ich an diesem Ding herumrupfen!

Einbau des Trackpads

Bei meinem ersten Zusammenbau ist es mir nicht gelungen, das Trackpad 100-prozentig mittig auszurichten. Ich bin dann so vorgegangen:

  1. Ich habe die zehn Befestigungsschrauben des Trackpads leicht gelöst.
  2. Dann habe ich an allen vier Seiten zwei Papierstreifen zwischen Trackpad und Gehäuse geklemmt.
  3. Anschließend habe ich die Befestigungsschrauben wieder angezogen.

Das Trackpad ist nun wunderbar mittig ausgerichtet.

Fazit

Der Akkuwechsel bei diesem Gerät ist wirklich nicht ganz einfach. Aber mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl kriegt man das hin. Ich würde mich freuen, wenn ich dem einen oder anderen hier zusätzlich zu der fantastischen Anleitung von iFixit ein paar brauchbare Hinweise geben konnte.